Autismus-Spektrum-Störung

Der Begriff der Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine neue diagnostische Kategorie, die seit Mai 2013 in dem amerikanischen Diagnosesystem (DSM V) eingeführt wurde.
Auch in unserem europäischen Diagnosesystem (ICD) wird dieser Wechsel in absehbarer Zukunft übernommen werden. Er wird bereits jetzt schon zunehmend angewandt und ist ein allgemein akzeptierter (aber noch inoffizieller) Terminus.

Der Begriff der Autismus-Spektrum-Störung (ASS) spiegelt eine neue Auffassung von Autismus wieder. Sie ist u.a. dadurch gekennzeichnet ist, dass die bisherige Einteilung und Unterscheidung in die drei Gruppen Frühkindlicher Autismus, Atypischer Autismus und Asperger-Syndrom wegfällt.
Es wird also zukünftig auch bei uns nur noch einen einzigen Begriff (den der Autismus-Spektrum-Störung (ASS)) geben!
Die bisherigen Diagnosen (Frühkindlicher Autismus, Atypischer Autismus und Asperger-Syndrom) tauchen im DSM V nicht mehr auf, und werden stattdessen durch eine einzige (neue) Diagnose, die der Autismus-Spektrum-Störung (ASS), zusammengefasst und ersetzt.

Die Idee ist hierbei, dass Autismus als ein Kontinuum mit unterschiedlichen fließenden Verläufen und einer unterschiedlichen Intensität in der Ausprägung aufzufassen sei (starke Ausprägung – schwache Ausprägung bis hin zu einem Graubereich hin zur Normalität).
Die Einteilung in die bisherigen 3 Gruppen (Frühkindlicher Autismus, Atypischer Autismus und Asperger-Syndrom) erscheint zu willkürlich. Die Unterschiede in den 3 Gruppen lassen sich vor allem auf Unterschiede in der Intelligenz und der Sprachentwicklung zurückführen.