Asperger-Syndrom

Das Asperger-Syndrom unterscheidet sich vom Frühkindlichen Autismus dadurch, dass sich die Betroffenen im Bereich der Sprache und der kognitiven Fähigkeiten normal entwickeln. Viele Kinder fallen oftmals eher dadurch auf, dass sie ein besonders gutes Sprachniveau habe und eher wie Erwachsene (oft wird auch gesagt, wie „kleine Professoren“) sprechen, sich sogar manchmal lesen und schreiben selber beibringen.

Gemeinsam mit dem Frühkindlichen Autismus ist den Menschen mit einem Asperger-Syndrom aber, dass sie die Kriterien der Sozialen Interaktion (etwa in der Nonverbalen Kommunikation wie Blickkontakt, Gestik, Mimik, in der Beziehung zu Gleichaltrigen, dem Mitteilungsbedürfnis und dem Herstellen einer gemeinsamen Aufmerksamkeit und generell im sozialen und emotionalen Miteinander) und zum Teil in Bezug auf ausgeprägte Sonderinteressen/Spezialinteressen, Rituale und Zwänge aber auch komplexe Bewegungen des Körpers wie beispielsweise Hände wedeln o.ä. erfüllen.

Neben den Auffälligkeiten in den Diagnosekriterien beschrieben sind, zeigen sich für die  Menschen mit dem Asperger-Syndrom vielfach noch weitere typische Problembereiche (Essen/Nahrungsaufnahme, Schlafstörungen, Wahrnehmungsstörungen - etwa eine akustische Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen normaler Lautstärke (Hyperakusis), eine veränderte Körperwahrnehmung oder Berührungsempfindlichkeit, wörtliches Sprachverständnis, langsames Arbeitstempo, ADHS-Symptome, vielfach sind die Betroffenen Menschen auch relativ unsportlich und haben motorische Schwierigkeiten die sich zum Beispiel in einem ungelenken Bewegungsablauf oder einem schlechten Schriftbild zeigen können; es kommt auch gehäuft zu Angststörungen und depressiven Entwicklungen, etc.).