Checklisten

Notwendigkeit der Früherkennung

Obwohl viele Eltern schon am Ende des 1. Lebensjahres, meist aber im Verlauf des 2. Lebensjahres (oft weil die Sprachentwicklung ausbleibt) das Verhalten ihres Kindes als ungewöhnlich oder auffällig registrieren, beginnen spezielle Fördermaßnahmen für autistische Kinder häufig erst nach dem 5. Lebensjahr. Bis dahin ist aber eine wichtige Phase der Entwicklung der Kinder ohne therapeutische Einwirkung in einer durch die Behinderung vorgegebene Weise verlaufen.

Eine Ursache für die häufig späte Diagnose der autistischen Störungen ist unter anderem auch das Fehlen von beobachtbaren Items im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen (U1 bis U9), welche einen wichtigen Bestandteil der medizinischen Versorgung durch Kinderärzte darstellen. Im Jahr 1999 führte das Autismus-Therapie-Zentrum Meppen (fachlich entwickelt und begleitet durch unseren heutigen Mitarbeiter, Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut Roland Wittig) ein Projekt zur Verbesserung der Früherkennung autistischer Kinder in der Region durch. Ergebnis war die Entwicklung von Checklisten zur Früherkennung von Kindern im Kontext der pädiatrischen Vorsorgeuntersuchungen.

WICHTIG: Die Checklisten stellen kein Testverfahren zur Erkennung bzw. Diagnose einer autistischen Behinderung dar!

Der Einsatz der nachfolgend abgedruckten Listen erlaubt es dem Pädiater bzw. anderen Personen lediglich, Auffälligkeiten in verschiedenen Bereichen der Entwicklung eines Kindes präziser zu beobachten bzw. sensibler wahrzunehmen. Auf der Grundlage solcher Beobachtungen kann dann zwecks weiterer diagnostischer Abklärung eine Kontaktaufnahme zu Autismus-Spezialeinrichtungen, Ärzten und Kliniken oder Therapeuten erfolgen.